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Klassische Hardware-Produkte verlieren ihre Strahlkraft, während digitale Lösungen unseren Alltag bestimmen. Eine Abgrenzung am Markt ist mittlerweile ohne IoT-Produktentwicklung und intelligente Software-Funktionen nicht mehr denkbar. Dies erfordert Änderungen an der Herangehensweise für ganze Industrien, ermöglicht aber auch Herstellern neue Chancen und Erlösquellen. Wer diesen Weg konsequent geht, sichert sich entscheidende Wettbewerbsvorteile.
Vernetzung, Personalisierung und Automatisierung sind Schlüsselfunktionen digitaler Lösungen und definieren somit ausschlaggebend das Kundenerlebnis. Darüber hinaus und gerade deshalb beeinflusst die Software stark das Design der Hardware. Dieser Trend wird unter dem Paradigma „Software-defined Everything“ (SDX) zusammengefasst.
Dies setzt Hersteller hardware-basierter Produkte im Mittelstand zunehmend unter Druck. Produktzyklen werden kürzer und rein auf Hardware und Mechanik basierte Innovationen verlieren ihre Differenzierungskraft. Gleichzeitig steigen die Anforderungen: Endkunden erwarten personalisierte Funktionen, smarte Services und regelmäßige Updates. Lange Entwicklungszyklen verhindern jedoch schnelle Reaktionen auf veränderte Bedürfnisse.
Als problematisch erweist sich vielerorts auch der Mangel an Software-Expertise. Während Start-ups und digital gut aufgestellte Konzerne neue Geschäftsmodelle mit wiederkehrenden Umsätzen etablieren, fehlt vielen Mittelständlern das Know-how für digitale Serviceangebote.
Hinzu kommen technische und organisatorische Hürden: Datensilos zwischen Fertigung und Produktbetrieb verhindern die kontinuierliche Optimierung zusammenhängender Prozesse. Steigende Stückkosten durch fehlende Modularisierung verschärfen die Lage zusätzlich.
Angesichts dieser vielfältigen Herausforderungen suchen Mittelständler insgesamt nach pragmatischen Wegen, ihre Produktentwicklung zu transformieren. Wichtig ist dabei vor allem ein Perspektivenwechsel: weg vom Hardwarefokus, hin zu softwaredefinierten Produkten.
Grundlage eines softwaredefinierten Produktes und Start des Paradigmenwechsels ist eine umfassende SDX-Technologieplatform, die nicht nur Herausforderungen im Gerät, sondern auch die vollständige Ende-zu-Ende Kette mit Cloud und Toolchain miteinbezieht. Die Platform hat das Ziel Komplexität zu verringern und beherrschbar zu machen als auch domänenübergreifend und zentralisiert Schlüsseltechnologien wie Over-The-Air-Updates einzuführen sowie Konformität zu verpflichtenden Normen wie den Cyber Resiliance Act (CRA) sicherzustellen. Die Wiederverwendbarkeit der SDX-Platform über Gerätefamilien hinweg senkt die Entwicklungskosten.
Auf Basis der SDX-Platform können modulare Softwarekomponenten deutlich schneller neu erstellt, aber auch über den gesamten Produktlebenszyklus effizient weiterentwickelt werden. Dieser Ansatz verkürzt daher nicht nur die Time-to-Market erheblich sondern ermöglicht nachträgliche Feature-Upgrades, das außerdem den Produktlebenszyklus spürbar verlängert. Fehler können zudem aus der Ferne behoben werden, wodurch kostspielige Rückrufaktionen überflüssig werden. So lassen sich nicht nur Kundenbedürfnisse erfüllen, sondern auch kurzfristig auf Änderungen im Markt reagieren. Nicht zuletzt steigt die Kundenbindung durch personalisierbare Nutzererfahrungen. Darüber hinaus können weitere Services durch kontinuierliches Monitoring und datengestützte Analytik wie Predicitve Maintenance umgesetzt und zusätzliche Umsatzströme erschlossen werden.
Das Projekt CoffeeByte demonstriert die Transformation klassischer Hardware durch IoT-Produktentwicklung. Durchgeführt wurde es von der CarByte Technology Group, einem spezialisierten Dienstleiter im Bereich softwaredefinierter Produkte.
Im Projekt wurde eine traditionelle Siebträgermaschine durch gezieltes Modding zur vernetzten Plattform erweitert. Eine intelligente Temperatursteuerung gewährleistet exakte Brühtemperaturen für verschiedene Kaffeesorten. Shot-Timer und Wasserstandsmessung sorgen für reproduzierbare Ergebnisse und reduzieren den Ausschuss.
Die Remote-Control-Funktion gestattet die Steuerung per Smartphone oder externem Display. Präzise Druckprofilierung hebt individuelle Geschmacksnuancen unterschiedlicher Kaffeearten hervor. Ein communitybasierter Rezeptaustausch fördert die Kundenbindung und verbessert das Geschmackserlebnis kontinuierlich. Over-the-Air-Updates gewährleisten zudem laufende Funktionserweiterungen und Sicherheitspatches. Das Beispiel zeigt, wie selbst traditionelle Geräte mithilfe durchdachter IoT-Integration zu digitalen Plattformen werden können.
Eine klare Produktvision bildet das Fundament für die Transformation zu softwaredefinierten Produkten. CarByte setzt dabei auf einen nutzerzentrierten Ansatz: Design Thinking und UX-Methoden sichern bereits in der Konzeptphase ab, dass das richtige Produkt entwickelt wird. AI-Driven System- und Software Development beschleunigt Prototyping und Implementierung bei gleichbleibend hoher Qualität und reduzierten Kosten.
Skalierbare Connectivity-Architekturen gewährleisten die sichere Datenübertragung zwischen Geräten und Backend-Systemen. Digital Twins und Virtualisierung ermöglichen Tests und Optimierungen, bevor physische Änderungen vorgenommen werden müssen. Ein modularer Softwarebaukasten erleichtert den Rollout neuer Features über verschiedene Gerätefamilien hinweg. Agile Projektmethoden und DevOps-Prinzipien verzahnen Entwicklung und Betrieb nahtlos. Nicht zuletzt beschleunigen Open-Source-Komponenten die Innovationszyklen. Auch verringern sie Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern.
Die Prognose von CarByte zeichnet ein klares Bild für die nächsten Jahre: Softwaredefinierte Architekturen werden bis 2030 in den meisten Industriezweigen zum Standard. Frühe Adopter bauen dabei signifikante Vorsprünge auf. Künstliche Intelligenz wird zunehmend direkt in Produkte integriert und ermöglicht eine autonome Funktionsoptimierung. Eine wichtige Rolle spielt auch das Edge Computing. Es bringt mehr Rechenleistung in die Geräte und reduziert die Latenz für kritische Anwendungen. 5G-Connectivity eröffnet hierbei neue Möglichkeiten mit Echtzeit-Datenübertragung und nahtloser Cloud-Integration.
Weiterhin geht CarByte davon aus, dass sich folgende Trends bis 2030 verstärken werden:
IoT-Produktentwicklung ermöglicht es Mittelständlern, traditionelle Hardware in vernetzte Plattformen zu verwandeln, neue Erlösquellen zu erschließen und entscheidende Wettbewerbsvorteile zu sichern.
Gesättigte Märkte, kürzere Produktzyklen und steigende Kundenanforderungen wie smarte Services und Updates setzen Hardware-Unternehmen unter Druck. Gleichzeitig fehlen oft Software-Expertise und Lösungen für datengestützte Optimierung.
Softwaredefinierte Produkte bieten kürzere Time-to-Market, ermöglichen Over-the-Air-Updates und Feature-Upgrades, senken Entwicklungskosten und verbessern das Customer Engagement durch personalisierbare Nutzererfahrungen.
Durch kontinuierliches Monitoring und datengestützte Analytik verhindert Predictive Maintenance ungeplante Ausfallzeiten und verlängert Produktlebenszyklen, was zu mehr Effizienz und geringeren Kosten führt.
5G-Connectivity ermöglicht Echtzeit-Datenübertragung und nahtlose Cloud-Integration, wodurch softwaredefinierte Architekturen zum Standard werden und den Weg für autonome Funktionsoptimierung mittels Künstlicher Intelligenz ebnen.