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Der Brückenbau steht vor einer historischen Herausforderung: Ein großer Teil der bestehenden Bauwerke hat das Ende seiner Lebensdauer erreicht. Gleichzeitig nehmen Verkehrsaufkommen und Sicherheitsstandards zu, auch für bestehende Bauwerke. Daraus entsteht ein erheblicher Sanierungsbedarf. Die industrielle Vorfertigung eröffnet hier einen neuen Weg zu effizienteren Modernisierungsprozessen im gesamten Infrastrukturnetz.
Mehr als jede dritte Straßenbrücke muss saniert oder ersetzt werden, doch die Modernisierung bleibt weit hinter diesem Bedarf zurück. Dafür gibt es mehrere Gründe, die sich gegenseitig verstärken. Ein Großteil der Bauwerke wurde in den 1960er bis 1980er-Jahren errichtet, als die Verkehrslasten, die Schwertransportanteile und die Achslasten noch deutlich niedriger waren. Die Bauwerke wurden auf diese damaligen Anforderungen ausgelegt und nicht auf den heutigen Logistikfluss einer global vernetzten Volkswirtschaft. Die Brücken werden heute also exponentiell stärker beansprucht.
Eine weitere Hürde sind die schwerfälligen Planungs- und Genehmigungsprozesse. Oft braucht es mehrere Jahre, bevor überhaupt ein Bagger anrollen darf. Selbst wenn dann die Maßnahmen freigegeben werden, können diese gar nicht schnell genug umgesetzt werden. Engpässe in der Materialversorgung und die steigenden Kosten verschärfen die Situation zusätzlich.
Für die Verantwortlichen bedeutet das: Jeder Verzug erhöht das Risiko, dass Brücken früher als erwartet gesperrt werden müssen. Diese Sperrungen betreffen nicht selten zentrale Verkehrsachsen mit erheblichen Folgen für die Wirtschaft und die Sicherheit. Um den Instandsetzungsrückstand aufzuholen, braucht es deshalb tiefgreifende Veränderungen in den Planungsprozessen, neue Technologien und skalierbare Lösungen.
Um Verzögerungen im Brückenbau zu vermeiden, müssen die Arbeiten nach dem Abschluss der Genehmigungsprozesse schneller vorankommen. Genau das gelingt mit der industriellen Vorfertigung von Brückenteilen. Die benötigten Bauteile entstehen nicht mehr unter Zeitdruck und den wechselhaften Bedingungen auf der Baustelle, sondern schon lange vorher im Werk – witterungsunabhängig und mit einer gleichbleibend hohen Qualität. Während die Produktion läuft, bleibt der Verkehr ohne Einschränkungen in Bewegung. Sobald alles vorbereitet ist, kommen die Elemente auf die Baustelle, werden eingehoben und angeschlossen. Die Sperrzeiten schrumpfen so auf ein Minimum.
Ein weiterer Vorteil: Durch eine digitale Planung und standardisierte Abläufe können die allgemeinen Risiken beim Brückenbau erheblich reduziert und Termine zuverlässig eingehalten werden. Die Verantwortlichen behalten jederzeit die Kontrolle über die Termin- und Kostenplanung.
Die industrielle Vorfertigung bringt im Brückenbau also entscheidende Vorteile mit:
Die Modernisierung von Brücken ist mit spürbar weniger Stress für die Auftraggeber und die Verkehrsteilnehmer verbunden.
STRABAG ist ein führendes Bau- und Technologieunternehmen in Europa, das den Wandel im Infrastrukturbau aktiv vorantreibt. In Deutschland und Österreich arbeitet STRABAG seit Jahrzehnten an der Modernisierung von Straßen-, Schienen- und Ingenieurbauwerken. Dabei wird der gesamte Prozess vom Unternehmen begleitet – von der Planung über die Fertigung bis zur Montage. Insbesondere für die industrielle Vorfertigung gibt es eigene Fertigungsstätten, in denen spezialisierte Montageteams die benötigten Bauelemente herstellen. Für mehr Effizienz arbeiten sie mit digitalen Methoden wie BIM. Dabei entsteht ein virtuelles Modell des Bauwerks, in dem alle relevanten Informationen gebündelt werden. Alle Prozesse von der Planung und Statik über die anschließende Fertigung und Montage greifen digital. Potenzielle Fehler werden früher erkannt und die Abläufe lassen sich verlässlich steuern.
Im Brückenbau gibt es bereits klare Abläufe für die Steuerung von Bauprozessen. Tragende Elemente wie Stahlverbundträger, Fertigteilplatten oder Hohlkästen entstehen millimetergenau im Werk. Sobald die Baustelle vorbereitet ist, werden die Elemente termingenau angeliefert, eingehoben und miteinander verbunden. Dadurch entfällt ein Großteil der sonst aufwendigen Schal-, Beton- und Aushärteprozesse direkt über der Verkehrsachse. Die eigentliche Sperrzeit konzentriert sich auf wenige, hochproduktive Montagephasen.
Mit dem Ziel, bis 2040 klimaneutral zu bauen, investiert STRABAG aktuell in emissionsarme Prozesse, neue Recyclingkonzepte und innovative Baustoffe. Die Infrastruktur wird dadurch nicht nur leistungsfähiger, sondern wird auch den Anforderungen einer nachhaltigen Zukunft im Brückenbau gerecht.
Viele Brücken haben das Ende ihrer Lebensdauer erreicht, während das Verkehrsaufkommen und die Sicherheitsanforderungen steigen. Die industrielle Vorfertigung kann effizientere Modernisierung ermöglichen.
Schwerfällige Planungs- und Genehmigungsprozesse und Engpässe in der Materialversorgung erschweren schnelle Sanierungen.
Industrielle Vorfertigung ermöglicht schnellere Abläufe, bessere Kostenkontrolle und verringert Sperrzeiten durch vorgelagerte Produktion unter kontrollierten Bedingungen.
STRABAG ist ein führendes Bauunternehmen, das durch digitale Methoden, standardisierte Abläufe und industrielle Vorfertigung den Wandel im Brückenbau vorantreibt.
Digitale Methoden erlauben die frühzeitige Fehlererkennung und verlässliche Steuerung der Bauprozesse, indem alle relevanten Informationen in einem virtuellen Modell gebündelt werden.