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Wie sind Kommunen auf die großen Zukunftsthemen vorbereitet? Dazu zeigt die deutschlandweit repräsentative Yorizon-Studie 2025: Bei Digitalisierung, dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und Nachhaltigkeit haben nur jeweils ein gutes Drittel der befragten kommunalen Entscheidungsträger konkrete Ziele definiert. Die Mehrheit hingegen fühlt sich für diese Themen nicht gewappnet, sieht klare Defizite oder sich nicht in der Lage, dies zu beurteilen.
Kommunen im Spannungsfeld von Digitalisierung, souveräner KI-Nutzung und Nachhaltigkeitszielen – dafür wurden vom unabhängigen Marktforschungsinstitut Civey 1.500 kommunale Entscheidungsträger im Auftrag von Yorizon befragt. Das Ergebnis: Nur jeweils einer von fünf Teilnehmern sieht sich gut auf Digitalisierung und Nachhaltigkeitsziele vorbereitet, bei KI ist es nur einer von zehn. Jeder Dritte weiß bezüglich KI nicht, wie der aktuelle Stand der Nutzung in seinem kommunalen Verantwortungsbereich ist.
Fast 40 Prozent sehen bei den Digitalisierungsmaßnahmen ihrer Behörde deutliche Defizite. Aus jeder vierten befragten kommunalen Verwaltung heißt es, dass es entweder keine entsprechenden Pläne zur Digitalisierung gibt oder sie es nicht beurteilen können. Wie wichtig ein fortgeschrittener Status in Digitalisierung ist, zeigt sich insbesondere in einem Aspekt: Damit ist zumeist auch ein strategischer Ansatz für Cyber-Sicherheit verbunden. Von den Befragten, die sich gut auf Digitalisierung vorbereitet fühlen, gaben 71,6 Prozent an, dass auch für die IT-Sicherheit gesorgt ist.
Über alle Befragten hinweg ergibt sich allerdings ein kritisches Bild: Fast ein Viertel hat keine Cyber-Security-Strategie, mehr als 40 Prozent wissen nichts davon.
Die KI-Frage der Yorizon-Studie zeigt besondere Brisanz: Trotz fehlender Vorbereitung gaben knapp 40 Prozent der befragten kommunalen Entscheidungsträger an, KI bereits im Einsatz zu haben beziehungsweise damit erste Erfahrungen zu machen. Diese unbedarfte KI-Nutzung in kommunalen Organisationen ist durchaus kritisch zu betrachten. „Fehlt das Wissen, wie und wofür welche KI-Anwendungen auf sichere Weise eingesetzt werden können, gehen kommunale Verwaltungen mit ihren zumeist sensiblen Daten erhebliche rechtliche Risiken ein“, erklärt Andreas Schweinar, Co-CEO von Yorizon. „Datenschutz ist dabei der offensichtliche, aber nicht der einzige Bereich. Wenn klare Vorgaben zur KI-Nutzung und zur Kennzeichnung KI-generierter Dokumente fehlen, ist letztlich völlig unklar, welche Informationen in der kommunalen Organisation auf Fachwissen und gesicherten Quellen basieren und welche nicht. Dies ist mehr als kritisch bei den vielfältigen rechtlich relevanten Belangen von Städten und Gemeinden.“
Bemerkenswert ist an den Ergebnissen der Yorizon-Studie zudem: Wenn sich Kommunen auf Zukunftsthemen vorbereiten, dann adressieren sie zumeist mehrere Bereiche parallel. Dort scheint das Bewusstsein stärker ausgeprägt zu sein, dass Digitalisierung, KI und Nachhaltigkeit integriert vorangetrieben werden sollten, um voneinander zu profitieren und Synergieeffekte erzielen zu können.
Doch die meisten Kommunen sind noch nicht soweit. Immerhin werden von gut 40 Prozent Digitalisierung und Nachhaltigkeit als gut vereinbar angesehen. Nur ein gutes Viertel ist der Meinung, dass sich KI und Nachhaltigkeit miteinander vereinbaren lassen. Damit sind mögliche Innovationen wie Smart City-Konzepte mit Fokus auf ressourcenschonendes urbanes Leben noch weit entfernt von konkreter Planung.
Von einem positiven Zusammenspiel von Nachhaltigkeit und Cloud-Nutzung ist nur ein knappes Drittel (31,4 Prozent) überzeugt, ebenso gibt ein Drittel (32,8 Prozent) an, das nicht beurteilen zu können. Noch weniger Studien-Teilnehmende sehen Cloud-Nutzung und KI-Einsatz als gut vereinbar.
Diese Ergebnisse zeigen, dass die Sicht auf Digitalisierung und IT-Infrastrukturen noch sehr vom klassischen Betrieb eigener Rechenzentren bestimmt ist. Das Wissen zu modernen Konzepten digital souveräner Cloud-Lösungen ist noch nicht sehr ausgeprägt. Sie sind jedoch der Schlüssel, um die Limitierungen eigener Rechenzentren aufzulösen und sensible kommunale Anwendungen sicher und unabhängig zu betreiben – insbesondere, wenn es um Datenhoheit, KI und die nachhaltige Steuerung städtischer Ressourcen geht.
Einige Vorreiter-Kommunen nutzen die Chance, die digitale Modernisierung als Motor einer integrierten Zukunftsstrategie aufzugreifen. Politik und Wirtschaft sind nun gemeinsam gefordert, tragfähige Standards für die digitale Transformation in der kommunalen Organisation auf breiter Basis zu etablieren. Denn erst daraus entsteht die nötige Dynamik und Kreativität, damit aus souveräner Digitalisierung mehr Bürgernähe entsteht, KI-Anwendungen echte Effizienzgewinne bringen und intelligente Nachhaltigkeitsmaßnahmen messbar zur CO2-Neutralität beitragen.
Die Yorizon-Studie 2025 zeigt, dass nur ein gutes Drittel der befragten kommunalen Entscheidungsträger konkrete Ziele für Digitalisierung, Künstliche Intelligenz (KI) und Nachhaltigkeit definiert hat, während die Mehrheit Defizite sieht oder sich nicht in der Lage fühlt, diese Themen zu beurteilen.
Laut der Yorizon-Studie sieht sich nur einer von zehn kommunalen Entscheidungsträgern gut auf die Nutzung von KI vorbereitet. Zudem gibt jeder Dritte an, den aktuellen Stand der KI-Nutzung nicht zu kennen.
Cyber-Sicherheit ist eng mit der Digitalisierung verbunden; 71,6 Prozent derjenigen, die sich gut auf Digitalisierung vorbereitet fühlen, haben auch eine IT-Sicherheitsstrategie. Dennoch haben fast ein Viertel der Befragten keine Cyber-Security-Strategie und über 40 Prozent sind darüber nicht informiert.
Die unüberlegte Nutzung von KI birgt erhebliche rechtliche Risiken, da oft das Wissen fehlt, wie KI-Anwendungen sicher eingesetzt werden können. Dies kann besonders in Hinblick auf Datenschutz und die Nutzung sensibler Daten problematisch sein.
Vorreiter-Kommunen treiben diese Themen integriert voran, indem sie Synergieeffekte nutzen. Dort besteht ein stärkeres Bewusstsein dafür, dass Digitalisierung, KI und Nachhaltigkeit parallel vorangetrieben werden sollten, um voneinander zu profitieren.