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Unternehmen und Fachabteilungen, die regelmäßig an Ausschreibungen teilnehmen, stehen vor einem hohen organisatorischen und inhaltlichen Aufwand. Bid-, Tender- und Proposal-Teams sowie Bereiche aus Vertrieb, Einkauf und Projektmanagement müssen umfangreiche Unterlagen in kurzer Zeit erfassen, bewerten und für Entscheidungen aufbereiten. Die Dokumente bestehen häufig aus mehreren hundert Seiten, verteilt auf unterschiedliche Formate, ergänzt durch Anlagen, Tabellen und formale Vorgaben. Anforderungen, Fristen, Bewertungssysteme und Vertragsbedingungen sind oft über mehrere Dokumente verstreut und müssen vollständig berücksichtigt werden. Welche neuen Möglichkeiten KI für Ausschreibungen hat, wird in diesem Beitrag behandelt.
Die Komplexität entsteht nicht nur durch den Umfang der Unterlagen, sondern auch durch deren Struktur. Inhalte liegen selten konsistent vor, zentrale Informationen müssen aus verschiedenen Quellen zusammengeführt werden. Gleichzeitig ändern sich Ausschreibungsunterlagen regelmäßig durch neue Versionen, Klarstellungen oder Ergänzungen. Informationen müssen laufend aktualisiert, eingeordnet und intern kommuniziert werden. Unterschiedliche Fachbereiche benötigen jeweils andere Ausschnitte und Bewertungen, was den Abstimmungsaufwand erhöht.
Der zeitliche Druck ist hoch. Entscheidungen über eine Angebotsabgabe müssen häufig getroffen werden, bevor alle Details vollständig geprüft sind. Laut Gartner verbringen Fachabteilungen bis zu 40 Prozent ihrer Arbeitszeit mit dem Sichten, Strukturieren und Abstimmen von Dokumenten, ein erheblicher Teil davon entfällt auf Ausschreibungs- und Angebotsprozesse (Gartner Research).
Besonders anspruchsvoll wird die Situation bei parallelen Verfahren. In größeren Organisationen arbeiten mehrere Personen gleichzeitig mit denselben Unterlagen. Informationen werden doppelt geprüft oder unterschiedlich interpretiert, während Fristen weiterlaufen. Mehr als 60 Prozent der Fehler in Angebotsprozessen entstehen aus organisatorischen Ursachen, etwa unklaren Zuständigkeiten oder verspäteter Informationsweitergabe (Universität St. Gallen).
Gleichzeitig steigen die Erwartungen der Auftraggeber. Angebote sollen formal korrekt, klar strukturiert und inhaltlich präzise sein. Umfangreiche Nachweise, detaillierte Erläuterungen und eine saubere Dokumentation werden zunehmend vorausgesetzt.
Eine Analyse von McKinsey zeigt, dass Unternehmen heute im Durchschnitt rund 30 Prozent mehr Zeit für die Erstellung von Angeboten benötigen als noch vor zehn Jahren, insbesondere aufgrund gestiegener Dokumentations- und Compliance-Anforderungen (McKinsey). Vor diesem Hintergrund gewinnen digitale Lösungen auf Basis künstlicher Intelligenz an Bedeutung. Sie unterstützen die Auswertung umfangreicher Unterlagen, indem relevante Inhalte automatisch erfasst, strukturiert und zugänglich gemacht werden. Anforderungen, Fristen und kritische Passagen lassen sich frühzeitig erkennen, auch bei sehr großen Dokumentenbeständen.
Funktionen wie eine intelligente Informationssuche, automatische Übersetzungen, der Vergleich verschiedener Dokumentversionen, interaktive Abfragen innerhalb der Unterlagen und übersichtliche Berichte reduzieren den manuellen Aufwand erheblich. Informationen stehen schneller und konsistenter zur Verfügung, Abstimmungsprozesse werden vereinfacht, und Entscheidungen können auf belastbarer Grundlage getroffen werden. Dadurch entsteht mehr Raum für die inhaltliche Bewertung, strategische Einordnung und die Qualität des Angebots.
In diesem Umfeld ist Everwise entstanden. Das Unternehmen ist eine universitäre Ausgründung der HHL Leipzig Graduate School of Management. Gegründet wurde Everwise von Bernhard Franik, verantwortlich für KI- und Produktentwicklung, sowie Laura Hepper, zuständig für Sales und Marketing. Erste Entwicklungsschritte erfolgten im HHL Digital Space sowie im Berliner KI Accelerator AI Nation. Seitdem arbeitet das Team eng mit etablierten Unternehmen zusammen und bringt wissenschaftliche Erkenntnisse in praxistaugliche Anwendungen.
Im Zentrum der Arbeit von Everwise steht ein klarer Anspruch: Künstliche Intelligenz soll Teams unterstützen und bestehende Kompetenzen ergänzen. Ziel ist es, komplexe Prozesse verständlicher zu machen, Informationen zugänglich aufzubereiten und Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten. Der Mensch bleibt der entscheidende Faktor, während die Technologie als Werkzeug dient, um fundierte Entscheidungen zu erleichtern.
Eine KI basierte Ausschreibungsplattform hilft Unternehmen, umfangreiche Vergabeunterlagen effizient auszuwerten und strukturiert aufzubereiten. Zentrale Schritte der Analyse werden automatisiert, darunter das Erkennen relevanter Anforderungen, das Herausfiltern wichtiger Inhalte und die übersichtliche Strukturierung kompletter Dokumentensätze. Fristen, Bedingungen und kritische Passagen lassen sich frühzeitig identifizieren, auch bei sehr großen Dokumenten.
Everwise nutzt dafür speziell trainierte KI Modelle, die auf die Analyse komplexer Unterlagen ausgelegt sind. Durch ein besonders großes Kontextfenster können mehrere hundert Seiten in einem Durchlauf verarbeitet werden. Funktionen wie eine KI gestützte Suche, automatische Übersetzungen, Versionenvergleiche, strukturierte Reports und ein dialogbasierter Zugriff auf Dokumente erleichtern die Prüfung und interne Weiterverarbeitung. Die Plattform arbeitet DSGVO-konform und liefert konsistente Ergebnisse, die menschliche Entscheidungen unterstützen.
Der Nutzen zeigt sich direkt im Arbeitsalltag: Inhalte werden schneller verständlich, Informationsverluste lassen sich vermeiden und Entscheidungen können früher vorbereitet werden.
Everwise arbeitet mit Unternehmen aus Bereichen wie Mobilität, Bau, Retail, IT Services und Telekommunikation zusammen, darunter Eurorad, Kazenmaier Leasing, Gaulhofer und die FKN Group.
„Im Rahmen von Ausschreibungen müssen wir oft hunderte Seiten in kürzester Zeit analysieren. Die Software liefert uns in Minuten die Struktur, für die früher ein ganzes Team gebraucht hat. Wir sparen täglich Stunden und können uns sofort auf Strategie und Qualität konzentrieren, statt uns durch komplexe Dokumente zu kämpfen.“ (Sven Unkel, Bid Consultant, Eurorad)
Fazit: Bei der Prüfung ist KI für Ausschreibungen ein wichtiges Instrument zur Beschleunigung. Genau hier setzt Everwise an, strukturiert komplexe und dynamische Ausschreibungsunterlagen und macht relevante Inhalte für die Fachbereiche schneller zugänglich. Weitere Informationen sind auf der Website verfügbar.
Fehler können sich beispielsweise wegen unklaren Zuständigkeiten oder verspäteter Informationsweitergabe einschleichen. Mehr als 60 Prozent der Fehler in Angebotsprozessen sind darauf zurückzuführen.
KI ermöglicht eine effizientere Auswertung umfangreicher Unterlagen durch automatische Erfassung, Strukturierung und frühzeitiges Erkennen relevanter Inhalte, was den manuellen Aufwand erheblich reduziert.
Die Komplexität entsteht durch den Umfang der Unterlagen, deren Struktur und der Notwendigkeit, Informationen aus verschiedenen Quellen zusammenzuführen und laufend zu aktualisieren.
Everwise nutzt speziell trainierte KI-Modelle, die darauf ausgelegt sind, komplexe Unterlagen effizient zu analysieren und strukturierte Berichte zu erstellen, um menschliche Entscheidungen zu unterstützen.
Mit KI-Unterstützung ist es möglich, Angebote deutlich schneller zu prüfen. Wiederkehrende Aufgaben, wie das Zusammenführen von Unterlagen oder die Eingabe von Daten, gehen fast automatisch. Das prüfende Auge der Fachabteilung wird jedoch nicht ersetzt, aber deutlich entlastet.
Frau Laura Hepper
Kleegasse 49
04808 Wurzen
Deutschland
T: 004934168412317